Das Buschbaby by Meja Mwangi
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Das Buschbaby
ISBN 978-3-7795-0153-4
Das Buschbaby
Peter Hammer Verlag
2007

"Das Buschbaby" von Meja Mwangi, eine Rezension von
Melanie Friedli

Es ist schon erstaunlich, dass ein Afrikaner
über eine US- amerikanische Frau schreibt,
die, obwohl sie soeben Mutter geworden ist
,
rein gar nichts mit ihrem Kind anzufangen weiss und die Sorge um das
Neugeborene ihrem Mann, der schliesslich für das Übel verantwortlich ist,
überlässt. Meja Mwangi spricht ein Thema an, das immer noch ein Tabu
ist: Nicht jede Frau, wenn sie Mutter wird, hat auch Muttergefühle.

Mit sehr viel Witz und Verständnis erzählt er über das Schicksal einer
Frau, die ungewollt schwanger wird und mit dem Baby einfach nichts
anzufangen weiss. Dabei stellt er gleichzeitig, jedoch ohne es explizit zu
erwähnen oder es anzuprangern, die Geschlechterrollen in Frage.

Sehr viel Situationskomik und treffende Dialoge finden sich in diesem
Buch, das man, einmal angefangen, nicht Buch auch, weil man nicht
weiss, ob das weisse Pärchen es schafft, einem Zollbeamten
klarzumachen, dass das Neugeborene, das sie mit sich führen und ihnen
so gar nicht gleicht, tatsächlich ihr Baby ist und sie es nicht gestohlen
haben und über die Grenze bringen wollen. Werden sie dies vor der
Ankunft der benachrichtigten Polizisten schaffen?

Ich habe das Buch in zwei Tagen gelesen, da ich unbedingt wissen wollte,
wie die Geschichte endet. Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert
und kann dieses Buch nur weiterempfehlen.

Das Abenteuer dieses Paares ist übrigens verknüpft mit dem Abenteuer
von Toma Tomei und Grace, das Paar, um das es im Buch
Happy Valley
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